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Rechtliches

Geschlossene oder öffentliche Veranstaltungen
Wenn die Veranstaltung auf öffentlichem Grund stattfindet, braucht es eine Bewilligung für „die Benützung von öffentlichem Grund“, ob es sich nun um eine öffentliche oder um eine geschlossene Veranstaltung handelt
Als „geschlossen“ wird ein Anlass bezeichnet, wenn nur ein bestimmter, klar abgegrenzter Personenkreis zugelassen ist (z.B. alle Schüler/innen der 3. Oberstufe einer Gemeinde).
Wenn sie sich an einen unbestimmten Personenkreis richtet, ist die Veranstaltung öffentlich, auch wenn z.B. nur über 16-Jährige Zutritt haben.


Zutrittsregelung bei öffentlichen Veranstaltungen
Wer Zutritt hat, kann der Veranstalter bestimmen, muss jedoch bestimmte Regeln einhalten.
Wer bei öffentlichen Veranstaltungen gewisse Zutrittsbeschränkungen machen will, muss sachliche Gründe dafür haben und sie dürfen sich nicht nur auf einzelne Personen beziehen. Einschränkungen aufgrund des Alters sind erlaubt, nicht aber solche aufgrund der Nationalität oder Hautfarbe (Verbot der Rassendiskriminierung Art. 261 Strafgesetzbuch)


Zutrittsvorschriften Mindestalter
Was tun, wenn sehr junge Jugendliche an euren Anlass kommen wollen?
FĂĽr Konzerte gibt es keine gesetzlich festgelegten Alterslimiten.
Hier kann aber die Regelung beigezogen werden, die in vielen Kantonen für den Restaurantbesuch gilt: Einlass für unter 12-Jährige nur in Begleitung Erwachsener,
für 12- 16-Jährige nur bis 21 Uhr.


Selbständiges Entscheidungsrecht für Unter 18-Jährige
Laut Zivilgesetzbuch, kannst du, auch wenn du noch nicht 18 bist, in bestimmten Bereichen auch selbständig (mitunter gar ohne oder gegen den Willen der Eltern) handeln.
„Urteilsfähige Unmündige“ können sich so durch ihre Handlungen verpflichten, zum Beispiel Verträge abschliessen, soweit die Eltern (stillschweigend und eventuell auch nachträglich) zustimmen.
Unter 18-Jährige können auch Geld selbständig verwalten und verwenden, das sie durch ihre eigene Arbeit erworben haben oder das ihnen z.B. in Form von Sackgeld gegeben wurde. (ZGB Artikel 323)

Du musst jedoch deine Eltern unterschreiben lassen, wenn du einen Vertrag abschliessen willst, mit dem du Verpflichtungen eingehst, die ĂĽber das dir zur VerfĂĽgung stehenden Budgets gehen. Du kannst natĂĽrlich auch eine erwachsene Person suchen, die als Vertragspartner gilt.
Bei Bewilligungsgesuchen und Mietverträgen wird oft verlangt, dass eine volljährige Person unterschreibt.


Haftung von Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern
Für (finanzielle) Schäden, die andern zugefügt werden, sind urteilsfähige Jugendliche selber verantwortlich. Ob und wieweit Jugendliche für einen Schaden, den sie verursacht haben, haftbar gemacht werden können, wird individuell beurteilt.
Da wird abgeklärt, ob sie die Bedeutung und die Folgen ihres Verhaltens abschätzen konnten und ob sie den Schaden vorhersehen oder vermeiden hätten können.
Manchmal passieren einem ja auch Missgeschicke, man ist zum Beispiel unaufmerksam.
Für solche Fälle sollte man eine Haftpflichtversicherung haben.
Wenn mehrere Jugendliche zusammen einen Schaden verursacht haben, haften sie alle. Das Risiko, dass einer der Schädiger seinen Anteil nicht bezahlen kann, tragen also die andern Schädiger.
Tritt als Veranstalter eines Anlasses z.B. ein Verein auf und gar keine Einzelpersonen, haftet der Verein.
Versicherung
Eine Haftung der Eltern fĂĽr das Verhalten der Kinder besteht (nur) dann, wenn die Aufsichtspflicht verletzt wurde, die sie gegenĂĽber dem Kind haben (Artikel 333 Zivilgesetzbuch)

Als Kind oder Jugendliche bist du in verschiedenen Versicherungen deiner Eltner eingeschlossen, so auch in die Haftpflichtversicherungen. Dies gilt oft noch dann, wenn du schon volljährig bist, manchmal auch noch dann, wenn du nicht mehr die ganze Zeit bei den Eltern lebst, aber dort noch angemeldet bist. Frage deine Eltern wie dies ist oder ihre Versicherungsagentur, bevor du eine eigene Versicherung abschliesst. Unter www.comparis.ch und www.konsum.ch kannst du Angebote miteinander vergleichen.

Quellen:
„Alles was recht ist- Rechtshandbuch für Jugendarbeitende“, orell füssli Verlag AG, 2004
„Jugendinfo CH- user guide for young people” okaj Zürich, 2005


Garderobenhaftung
Als Veranstalter haftet ihr nicht für die Gegenstände, die die Leute an der Garderobe aufhängen. Wenn ihr jedoch eine Garderobe führt und die Leute fürs Abgeben ihrer Sachen etwas zahlen müssen (und z.B. eine Marke dafür erhalten = Hinterlegungsvertrag), dann haftet ihr dafür.


Jugendschutzbestimmungen Alkoholverkauf
-Alkopops, Spirituosen und Aperitife dĂĽrfen nur an Leute verkauft werden, die ĂĽber 18 Jahre alt sind.
-Wein, Bier und gegorenen Most dĂĽrfen nur an Leute verkauft werden, die bereits 16 Jahre alt sind.
Wissenswertes zum Jugendschutz


Nebenverdienst an einer Veranstaltung
FĂĽr Ferienjobs und Nebenverdienste gibt es gesetzliche Bestimmungen, die zum Beispiel auch die Alterslimite festlegen. So darf man erst ab 18 Jahren in Bars servieren und in Discos arbeiten. Wenn du Fragen hast zu gesetzlichen Bestimmungen, Versicherung, Arbeitsvertrag etc., schau dir diese BroschĂĽre an oder hole dir eine Auskunft beim Kantonalen Amt fĂĽr Wirtschaft und Arbeit (fĂĽr Zug): 041 728 55 20.


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